Pressetexte

QS-Messeinrichtung

21.11.2007

Keramisch-technische Unternehmen im Landkreis


Weltmarktführer im Bereich Steatit

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts siedelten sich die ersten Steatit - Unternehmen in Lauf an. Mittlerweile ist der Landkreis Nürnberger Land - insbesondere die Stadt Lauf – zu einem weltweit führenden Zentrum der Produktion Technischer Keramik geworden.

Insbesondere höchste Qualität (ISO 9002), Flexibilität und Können in der Produktion sowie Hightech-Fachwissen der Ingeneure haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Modernste Betriebseinrichtungen gewährleisten höchste Qualität der Erzeugnisse der Silikat-, Oxid- und Nichtoxidkeramik aus dem Landkreis Nürnberger Land. Dabei Fertigen die Unternehmen flexibel und individuell nach Maßgabe ihrer Kunden. Die dazu notwendigen Werkzeuge stellen die Firmen in der Regel selbst her. Dies garantiert maßgeschneiderte Lösungen, auch für komplexe und diffizile Kundenaufträge. Sonderanfertigungen und kleine Serien werden in enger Zusammenarbeit zwischen den Kunden und den Technikern der Keramik-Firmen entworfen. Umfassende Betreuung vom Entwurf bis zur Auslieferung sind selbstverständlich. Aber auch bei hohen Stückzahlen erfolgt die Produktion anspruchsvollster Bauteile mit höchster Präzision.

 

Die Anforderungen an keramische Produkte sind vielfältig und individuell. Der Werkstoff Keramik brilliert auf den verschiedensten Bereichen: Festigkeit, Temperaturwechselbeständigkeit, Oberflächengüte und unterschiedliche elektrische Eigenschaften.

Keramikbauteile kommen überall dort zum Einsatz, wo hervorragendes, elektrisches Isoliervermögen, hohe thermische, chemische und mechanische Verschleißfestigkeit und Härte gefordert sind. So zum Beispiel in der Luftfahrtindustrie, Medizin-, Mess- und Sensortechnik, im Automobil- und Maschinenbau sowie in der Licht- und Sicherungstechnik.

 

Beispielsweise sorgen Wabenkörper aus Keramik mit aktiven Substanzen im Katalysator für den Abbau der Schadstoffe in den Autoabgasen. Auch die mit den Katalysator zusammenarbeitende Lambda-Sonde ist ein Teil modernster Technischer Keramik: Sie wirkt wie ein keramischer Sensor der zur Aufbereitung des Luft-Kraftstoff-Gemisches im Katalysator dient. Auf diese Weise kann der Katalysator die Abgasreinigung optimal durchführen. Weltweit führende Autohersteller verwenden in ihren Katalysatoren Bauteile aus dem Landkreis. In Motoren und Maschinen schützen keramische Elemente hitzegefährdete Teile.

 

Widerstandsträger aus Keramik werden für Bremswiderstände bei Schienenfahrzeugen verwendet.

Piezokeramische Elemente lösen im Notfall den Airbag im Auto aus. Piezokeramische elektronische Bauelemente, sogenannte Aktoren, sind in der Lage, elektrische in mechanische Energie umzuwandeln – und umgekehrt.

 

Diese piezokeramischen Sensoren und Aktoren sind spannungsgesteuerte Antriebselemente im Mikrometerbereich. Sie ermöglichen den Bau einer neuen Generation von Kraftstoff-Einspritzventilen. Damit reduzieren sie den Kraftstoffverbrauch und dienen dem Schutz von Natur und Umwelt.

Auch für intelligente Systeme zur Steuerung des Profils von Tragflächen bei Flugzeugen und der Stellung der Rotorblätter bei Helikoptern werden Aktoren eingesetzt. Darüber hinaus finden sie Verwendung in der Medizintechnik, z.B. als Operationshilfen und zur Dosierung von Medikamenten. Weitere Einsatzmöglichkeiten von Aktoren sind: Antriebe und Mikrogreifer in Robotern in der Mikromechanik, Lichtwellenleiter-Positionierung sowie Interferometrie und Laser-Tuning in der Optik.

 

Keramik-Metallverbindungen werden im Maschinen- und Apparatebau verwendet, z.B. als Bauelemente für Schalt- und Regelgeräte sowie bei Zündkerzen und Hochfrequenzisolatoren.

 

Auch in vielen Haushalten ist Technische Keramik als Lampensockel und –fassungen für Halogen-, Infrarot- und UV-Strahler in Einsatz.

 

Fazit: Wo immer sie benötigt werden: Keramikteile aus dem Nürnberger Land lassen sich so gestalten, dass sie überall reinpassen.

 

Quelle: Nürnberger Land / April 1999