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08/21/2008

Trockenpressen von Keramik




Trockenpressen gehört zu den wichtigsten pulvertechnologischen Formgebungsverfahren. Das Ausgangsmaterial weist beim Trockenpressen eine sehr geringe Restfeuchte auf. Somit entfällt der Trockenprozess und es muss mit keiner Trockenschwindung gerechnet werden. Die Methode eignet sich deshalb vor allem zur Herstellung maßgenauer Bauteile in großen Stückzahlen.

 

Durch ein- oder zweiseitiges Pressen wird das Pressgranulat verdichtet. Der Körper erhält dabei schon seine wesentliche Form. Eingepresste Bohrungen oder Vertiefungen sind in der Regel nur in Pressrichtung möglich. Je nach Auslegung des Pressautomaten können Bauteile von Fliesen- bis zur Streichholzkopfgröße realisieret werden.

 

Vorteile des Trockenpressens sind die hohe Produktivität und der ökonomische Materialverbrauch. Das Verfahren kann für nahezu alle keramischen Werkstoffe angewendet werden.

 

Bereits im Jahr 1903 konnte Oskar Sembach mit dem von ihm entwickelten Trockenpressverfahren für Speckstein die Entwicklung der Steatitindustrie revolutionieren.

 

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