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Azubiausflug [O28]
Nach langer Fahrt dort angekommen wurden wir von Herrn Koten, der Ausbilder in der Firma ist begrüßt, worauf anschließend die Betriebsführung begann. Der Betrieb hat ca.300 Mitarbeiter wovon 38 Azubis die Berufe Industriemechaniker, Mechatroniker und Gießereimechaniker erlernen.
Als erstes Ziel des Rundganges erreichten wir die Gießerei, die Firma Alzmetall gehört heute zu den wenigen Werkzeugmaschinen- Herstellern, die noch eine eigene Gießerei betreiben, wo bis zu 6000 Tonnen Gussteile jährlich hergestellt werden. Von der Form aus Sand bis zum fertigen Bauteil wird in dieser Abteilung alles selbst hergestellt, die Produkte reichen vom Maschinengehäuse bis zum Sanitärschieber. Die Gußteile werden zu 80 Prozent für den Eigenbedarf der Firma verwendet, die restlichen 20 Prozent sind für externe Kunden bestimmt.
Auf dem 30.000 Quadratmeter großen Fabrikgelände werden in drei Geschäftssegmenten neben Bearbeitungszentren und Bohrmaschinen auch Sondermaschinen produziert. Im Bereich der Bohrmaschinen ist Alzmetall Marktführer und hat bis heute über 180.000 Bohrmaschinen hergestellt.
Herr Koten führte uns anschließend durch den Maschinenbau, in dem Bearbeitungszentren stehen die eine automatische Bestückung mit einem Roboter besitzen. In dieser Abteilung findet die komplette spanende Bearbeitung statt. z.B. Drehen, Fräsen, Bohren und Schleifen um die erforderlichen Teile herzustellen.
Weiter ging es dann zur Endmontage, dort werden in einer großen Halle die Einzelteile zu einer kompletten Maschine zusammengefügt, und am Ende, bevor es in den Versand geht noch einer Qualitätsprüfung unterzogen. Zum Abschluss bekamen alle noch einen Einblick in die Ausbildungswerkstatt, wo zwischen den betagten Maschinen Herrn Sembach sofort Parallelen zu unserer Lehrwerkstatt auffielen. Nach einer interessanten Besichtigung ging es dann zum Mittagessen in eine Klosterschänke mit eigener Brauerei.
Gut gestärkt machten wir uns dann wieder mit dem Bus auf den Weg zu einem Hochseilgarten nach Übersee am Chiemsee. Ein Hochseilgarten besteht aus mehreren hohen Bäumen die mit Seilen und Balken miteinander verbunden sind. Dort angekommen, begrüßte man uns und wir bekamen eine Einweisung, uns wurde erklärt, dass der Hochseilgarten mit einem „Schienensystem“ ausgestattet ist. Bei diesem System ist jeder von Anfang bis zum Ende am Sicherungsseil eingehängt.
Mit gutem Gewissen ging es dann zu zwei gemeinschaftlichen Problemlöseaufgaben, bei denen die Gruppenbildung und die Motivation angeregt wird. Diese Aufgaben waren für alle interessant und auch lehrreich aber kein großartiges Problem, danach wurden uns die Sicherungsgurte angelegt und der Parcours wurde freigegeben.
Bei den Übungen konnte jeder seine Balance und den eigenen Mut unter Beweis stellen. Das Agieren zwischen den Bäumen in luftiger Höhe war für jeden ein unvergessliches Naturerlebnis. Nachdem dann auch der Letzte den Hochseilgarten durchlaufen hatte machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Heimat.
Auf dem Heimweg zog es die Gruppe dann noch in die Waldschänke um die gewonnen Eindrücke zu verarbeiten. Nach dem Abendessen ging es dann zurück nach Lauf, von wo aus sich nach einem erlebnisreichen Tag, alle auf den Heimweg machten.
Fa. Sembach / Robert Roßner

