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09.07.2012

Betriebsbesichtigung der TU Bergakademie Freiberg


16 StudentINNEN des Studienganges Keramik, Glas- und Baustofftechnik auf Exkursion

Im Juni hatten wir Besuch von der TU Bergakademie Freiberg.

 

Freiberg liegt zwischen Dresden und Chemnitz und besitzt etwa 40.000 Einwohner. Wie der Name „Freiberg – die Stadt am freien Berg“ schon sagt, ist die Stadt eng mit dem Bergbau verbunden und uns so kam es, dass 1765 die Bergakademie Freiberg unter dem Namen Kurfürstlich-Sächsische Bergakademie zu Freiberg als Ausbildungsstätte für Bergleute gegründet wurde. Damit ist die Bergakademie die älteste noch bestehende montanwissenschaftliche Bildungseinrichtung der Welt.

 

Die Universität hat noch weitere Besonderheiten zu bieten. Zum Beispiel wurden an der Bergakademie gleich zwei Elemente des Periodensystems entdeckt: Das Indium (1863 von Ferdinand Reich und Theodor Richter) und das Germanium (1886 von Clemens Winkler).

 

Neben Geologie, Mineralogie und Bergbau ist es möglich in Freiberg zum Beispiel Betriebswirtschaft, Chemie, Maschinenbau, Werkstofftechnik und Keramik, Glas- und Baustofftechnik studieren.

Für den letzteren Studiengang wurde 1950 der Startschuss gegeben, indem Theodor Haase auf den Lehrstuhl für Keramik berufen und mit der Gründung des Instituts für Keramik beauftragt wurde. 1954 wurde es in Institut für Silikathüttenkunde umbenannt, da auch über Glas und Baustoffe gelehrt und geforscht wurde.

Der Studiengang „Keramik, Glas- und Baustofftechnik“ legt viel Wert auf die Verknüpfung von den werkstofftechnischen Grundlagen mit der Verfahrenstechnik bei der Herstellung der Materialien.

 

16 Studentinnen und Studenten des Studienganges Keramik, Glas- und Baustofftechnik sowie ihre Betreuerin Frau Claudia Voigt nutzten im Rahmen einer Exkursion die Möglichkeit, unter anderem auch die Firma Sembach zu besichtigen.

Nach der Begrüßung der Gäste bekamen diese einen ersten Einblick in die Firmengeschichte. Teresa Suarez präsentierte ihnen anschaulich die Entwicklung der Firma Sembach und gab einen Überblick über die aktuelle Produktpalette und die Fertigungstechnologien.  Im Anschluss wurde die Gruppe geteilt und von Produktionsleiter Wolfgang Wegner sowie Betriebsleiter Christoph Schertlin durch die Fertigung geführt. Beginnend in der Materialaufbereitung über die unterschiedlichen Formgebungsverfahren wie Trockenpressen, Extrusion und Spritzgießen, die Ofenanlagen bis zur optischen Endkontrolle wurden die einzelnen Produktions- und Prozessschritte ausführlich erklärt. Da alle Teilnehmer „vom Fach“ waren, hatten sie von Vielem schon in der Theorie gehört und erstaunten die beiden Führenden mit ihrem Wissen und gezielten Fragen.

Beeindruckt zeigen sich die Studentinnen und Studenten vor allem vom hohen Technisierungs- und Automationsgrad in vielen Bereichen der Produktion – Robotertechnik und optische Kontrollsysteme sind durchaus noch nicht überall in der Keramik Stand der Technik.

 

Am Ende bedankte sich Betreuerin Claudia Voigt im Namen der Gruppe herzlich für die Führung und überreichte den Herren Wegner und Schertlin ein kleines Mitbringsel aus der Heimat – Original Hallenser Schokolade und Pralinen.

 

StudentINNEN der TU Bergakademie Freiberg