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Mit Specksteinringen für Gasglühlampen fing alles an
Seit 1882 ist der Name Sembach mit der Keramikbranche verknüpft. In diesem Jahr beschloss Oskar Sembach, das Keramikhandwerk zu erlernen und wechselt von seinem zuvor erlernten Handwerk in die Porzellanindustrie.
Die folgenden Jahre war er bei verschiedenen namhaften Keramikherstellern tätig, bevor er sich entschloss, sein eigener Herr zu werden und am 4. März 1904 die Speckstein-Steatit GmbH gründete.
Einmal am Tag wurde der Ofen mit einem halben Kubikmeter Fassungsvermögen angeschürt, um Ringe aus Speckstein, die als Halterungen für Gasglühlampen verwendet wurden, zu brennen. In Gasglühlampen wird ein Glühkörper, der sogenannte Glühstrumpf, durch eine Gasflamme erhitzt und dadurch zum Leuchten gebracht.
Eine neue Form der Energietechnik verdrängte jedoch die bis dato herkömmlichen Gaslampen – und schien auch das K. o. für die Steatitindustrie zu bedeuten. Das Gegenteil war jedoch der Fall.
Steatit, oder allgemeiner „Technische Keramik“ war durch die Elektrifizierung unerlässlich – und wichtiger als je zuvor. Ihre Verwendung fanden die Steatitprodukte anfangs in Lichtschaltern, Verteilerdosen, Lampenfassungen, Klingelknöpfen und Steckdosen. Der steigende Bedarf erforderte eine Erweiterung der Produktion – die bis heute anhält.
Mittlerweile befindet sich das Unternehmen - geführt von Martin Sembach - in vierter Generation.

